Heimatverein Affalterthal e.V.  

Dorfgeschichte

Vereinsgeschichte

Vereinsmitglieder

JHV

Bericht 1. HV

Vorstandsliste

Publikationen

Veranstaltungen

Impressum

Home

(C) 2000-2016

Dorfgeschichte

Aff-alter-thal ] Ansichten ] Publikationen ] Brauchtum ] Franzosen ] Ortsbeschreibung ] Schulchronik ] [ Zeittafel ]


Affalterthaler Zeittafel:

1071 erste Erwähnung einer „herrschaftlichen Kapelle“ in Affalterthal, in der von Egloffsteiner Chronik.

1130 erste gesicherte Erwähnung des Ortsnamens in einer Stiftungsurkunde Bischof Otto I. von Bamberg; „Otto von Affaltert“ besaß demnach das „alte Schloss“.

1195 war das Kloster Weißenohe im „Besitz von 4 Sölden in Affalterthal“

1290 Sibito I. von Egloffstein hielt laut ältestem Lehenbuch des Hochstifts Würzburg (aus dem 14. Jh.) den „Zehnt“ in Affalterthal

1375 Affalterthal als Pfarrei erstmalig urkundlich bezeugt – Loslösung von der Urpfarrkirche Pretzfeld

1520 ca. Zerstörung des „alten Schlosses“ im Bauernkrieg

1540 erste schriftliche Nennung eines (katholischen) Pfarrers im Dorf: Simon Prallandt

1544 Dorfpfarrer Theiler (gebürtig aus Ebermannstadt) zeigt evangelische Neigungen

1565 wurde Affalterthal evangelisch, weil die von Egloffstein das wollten. „Cujus regio, ejus religio“ (wessen Herrschaft, dessen Glauben)

1580 Der alte Kirchturm wurde abgerissen und eine neuer gebaut

1594 beschwerte sich der (kath.) Obertrubacher Pfarrer, dass die Leute zum Pastor in Affalterthal laufen und diese „spenden ungescheut die Sakramente“.

1610 strenger Winter. Er führte dazu, dass das Wintergetreide kaputt ging

1616 große Dürre, alles Getreide verdorrt

1621 wurde die Gegend durch umherziehende Heere (Schweden, 30-jähriger Krieg)  stark geplündert

1625 beschwert sich der Pfarrer von Obertrubach, „dass der Prädikant von Affalterthal durch eigenmächtiges Taufen, Kopulieren und Begraben ihm die Gebühren entziehe“

1630 bedingt durch das Restitutenedikt Kaiser Ferdinands wurde Affalterthal gewaltsam wieder katholisch (Gegenreformation). Johann Dietz wurde neuer katholischer Pfarrer

1629 großes Unwetter mit kieselsteingroßen Hagelstücken

1629 Erster urkundlich erwähnter Schulmeister von Affalterthal

1632 durch Kriegsvolk "alles verwüstet und öd"

1634 die Pest wütete in der Gegend

1636 Affalterthal wurde endgültig evangelisch

1647 lagen zwei Kompanien Reiter des kaiserl. Graf Buchheim’schen Regiments in Affalterthal

1648 waren Schweden hier einquartiert und erhoben Strafzölle

1652 furchtbare Dürre in der Umgebung

1665 „Item hat der freie Berg zu Egloffstein den Bierverlag in Affalterthal“. D.h.: jeder der Bier ausschenkt (was jedem erlaubt war), musste es in Egloffstein kaufen.

1667 erste Gemeindeordnung von Affalterthal

1700 Neun Häuser und 10 Stadel fielen einer Feuersbrunst zum Opfer

1726 ein weiterer Großbrand vernichtete „an die 30 Zimmer“

1726 1. Egloffsteiner Gesangbuch veröffentlicht, 1739 das Zweite, 1764 das Dritte

1728 Erneuerte Gemeindeordnung, wegen Großbrand vor zwei Jahren

1731 wieder mal eine schlechte Ernte wegen „furchtbarem Schnee, der bis in den Sommer anhielt“

1783, am 21 Juli brannten in Affalterthal 35 Häuser ab, darunter der herrschaftliche Zehntstadel

1784 Bau des Mesner- Hauses, war bis 1903 auch Schulhaus, Lehrerwohnung und später Rathaus

1790 Erste Kirchenordnung in der genau festgelegt ist, wie die Gottesdienste Taufen, Beerdigungen etc. gehandhabt werden und was jeweils zu tun ist.

1796 am 27. August, überfielen französische Soldaten Affalterthal, mussten sich aber unter hohen Verlusten zurückziehen. Im gleichen Jahr starke österreichische Einquartierungen im Dorf

1802 Einführung der Schulpflicht

1805 am 17.12. wurde Affalterthal bayerisch; Auslöser war ein Tagesbefehl Napoleons I. wonach ab sofort „alle im Kurfürstentum Bayern befindlichen Rittergebiete Bayern einverleibt werden“.

1807 führte Pfarrer Hoffmann den Kleebau in Affalterthal ein

1814 Inbetriebnahme des jetzigen Friedhofes. Der alte lag um die Kirche herum.

1830 - 1860 wanderten viele Dorfbewohner, wegen der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse, nach Amerika aus

1849 am 31. Juli brannten 5 Häuser in Affalterthal nieder

1850 am 24. November fand die erste Wahl eines Kirchenvorstandes statt.

1850, am 26. Feb. Gründung eines "Consum-Verein". 1. Vors. Gemählich, 2. Vors. Prütting, Kassier Joh. Hopfengärtner

1853 wurde, wie in den anderen Egloffsteinischen Pfarreien so auch in Affalterthal folgende Inschrift auf Befehl seiner Herrschaft an der Kirche angebracht: "Was hilft dein Kirchengeh’n - Dich wohl jahraus jahrein, - Wenn du nicht selber willst - ein Kirchlein Christi sein? - Willst in der Kirche du, - recht beten, hören, singen, - Musst du die Kirche selbst, - im Herzen mit dir bringen“.

1862 Einführung der Kirchenverwaltung

1879 Gründung einer Pflichtfeuerwehr

1889 Gründung der FFw Affalterthal

1889 Gründung eines "Lesevereins". Er hatte die Aufgabe die Mitglieder in Landwirtschaft zu unterrichten.

1891 Einweihung der neuen Steinmeyer-Orgel mit einem Manual, Fußmanual und 10 Registern. Kosten: 3200 Mark.

1892 wurde der Posaunenchor, als einer der ersten in Bayern, gegründet.

1903 Neubau eines Schulsaales als Queranbau an das bestehende Schulhaus von 1784

1905 Anschaffung der ersten Dreschmaschine für das Dorf

1912 Bau der ersten Wasserleitung im Dorf

1921 am 20.11. Aufstellung einer 1x2 m großen Kriegergedenktafel in der Kirche auf Beschluss des Kirchenvorstandes im Jahre 1919. Von Pfr. Spieß eingeweiht.

1923 bekam das Pfarrhaus erstmalig Strom (Steckdosen) und Licht. Finanziert wurde die Elektrifizierung mit dem Verkauf von 10 cbm Bauholz aus dem Pfarrwald.

1926 Gründung der Soldatenkameradschaft

1927 erfuhr der Friedhof "eine bedeutende Erweiterung und wurde mit einem eisernen Gitter umschlossen".

1936 Kirchenrenovierung

1949 Neue Glocken läuteten erstmals zur Jubelkonfirmation

1949 Kirchenvisitation: "Nach dem Kindergottesdienst wurden mit dem Motorrad von Pfr. Eitel die auswärtigen Ortschaften des Pfarrspiels begutachtet."

1957 Errichtung eines Betsaales in der alten Pfarrscheune. In dessen Eichenholztüre sind die 10 Gebote eingelassen

1968 Auflösung der einklassigen Volksschule

1970 Säuberung und Umbau der Steinmeyer-Kirchenorgel

1971 im Oktober: Einweihung des neuen Lagers der Raiffeisenbank

1971 am Himmelfahrtstag Kreisfeuerwehrtag mit Weihe des neuen Feuerwehrhauses

1972 Affalterthal wird zum "Schönsten Dorf im Landkreis Forchheim" gekürt

1978 Gründung des Heimatvereins

1978 Gründung des Schützenvereins

1995 Renovierung der Dorfkirche. Kosten rund 400 000 Mark

1995 Affalterthal wird am Abwasserkanal der Gemeinde Egloffstein angeschlossen, für 1,6 Mio. Mark

1995 Das ehemalige „Brunnleitenfest“ findet erstmalig im Mehrzweckhaus statt, als „Dorffest“.

1996 Einweihung des neuen Mehrzweckhauses mit renovierten "Schwelgenhaus" am 26. April.

1999  „110 Jahre FFw Affalterthal“ mit 1000 Teilnehmern beim Festumzug - fast wie in alten Brunnleiten- Zeiten

2001, am 16. Juli, erster Auftritt des im Jahre 2000 auf Anregung von Angelika Beierlein (geb. Backof) gegründeten Kirchenchores SAP (Sing and pray).

2002 "110 Jahre Posaunenchor Affalterthal" mit Gottesdienst im Grünen und 13 Posaunenchören.

2003 "25-Jahrfeier des Heimatvereins" (Schulchronik von Lehrer Lamprecht in der Festschrift) und des Schützenvereins

2003 Komplette Teerung der Hauptstraße mit Verlegung neuer Bordsteine als Abschluss der Kanalbaumaßnahme

2003 Landesbischof Johannes Friedrich auf Stippvisite im Dekanat Gräfenberg und in Affalterthal (Mehrzweckhaus)

2003 Hans Gemählich für 60 Jahre Organistendienst ausgezeichnet

2003 1. Johannifeuer nach 37 Jahren bei der Egloffsteiner Marter, veranstaltet vom Heimatverein

2004 Einweihung des „Neuen“, 30 Jahre alten Feuerwehrautos der FFw Affalterthal

2004 Einweihung des neuen Bolzplatzes hinter dem Mehrzweckhaus mit einem Fußballturnier

2005 Umgestaltung des Rathausplatzes durch die vier Ortsvereine und viele freiwillige Helfer in rund 1500 Arbeitsstunden

2005 „1. Affalterthaler Eicher-Treffen“ während des Dorffestes im Herbst, mit 89 Oldtimer-Traktoren

2006 am 4. Januar starb Hans Deuerlein, "der König von Affalterthal".

2006 zum 1.3. verließ Pfr. Wolfram Lehmann nach 11 Jahren und 1 Monat seine erste Wirkungsstätte und ging nach Hof.

2006 wurde auch die Steinmeyerorgel mit 50 000 Euro generalsaniert und klanglich in den Ursprungszustand zurückversetzt.

2006/07 Wärmster Winter seit 100 Jahren. Bis zu zweistellige Plusgrade (Herbstwetter), ein paar Zentimeter Schnee nur für eine knappe Woche Ende Januar. Alle Öl-Heizungs-Nutzer frohlocken, weil sie weniger teures Heizöl (50 Cent der Liter) benötigen als sonst.

2007, zum 1.12. übernahm Hans-Jürgen Johnke (54) die Pfarrstelle hier

2008/09, Renovierung des Pavillons am Ortseingang durch den Heimatverein

2008, Einweihung des Studesteiges vom Brunnleitental zum Spiegelfelsen durch den FSV-Hauptverein, anlässlich Kirschenkirchweih

2009, Umbau des Brunnenplatzes beim Pfarrhaus mit treppenlosem Zugang zur Kirche durch Hand- und Spanndienste der Dorfgemeinschaft

2010, im Juli, 10-Jahr-Feier des SAP-Chores mit einem Kirchenkonzert

2011, 4. Eichertreff am 1. September-Wochenende

2012, 120 Jahre Posaunenchor

2013, mit dem Gottesdienst im Grünen am 28. Juli nahm Pfr. Johnke seinen Abschied. Er ging mit seiner Frau im Oktober nach El Salvador

2013, 5. Eichertreffen am 1. Septemberwochenende. Superlative: 5000 Besucher, 190 Eichertraktoren, 16 000 Euro Spende an Kinderkrebsstation durch Verlosung eines Eicher.